La Gomera - Der Valle-Bote: Auf Gomera geliebt - in der Welt beachtet

La Gomera - Der Valle Bote

Titel

Redaktionell
Restaurants
Impressum
Tiere
Leserbriefe
Andere Inseln
Heimatkunde
Gomera
Editorial
Bücher
Nightlife
Kontakte
ABOS
 BUCHBESTELLUNG
 LESERBRIEFE
ANZEIGEN
 

SUCHE

Neues aus der Hühnerwelt
Irgendwie scheinen Björns Kampfhühner in El Guro (der Valle-Bote berichtete ja bereits mehrfach) ihrem Besitzer nichts als Stress zu machen. Da schleicht sich doch so ein prolliger, gomerischer Haushahn aus der Nachbarschaft einfach durch ein Loch ins Gehege, knattert sich lüstern quer Beet durch die wertvollen orlowschen Kampfhühner, versaut mit seinem ordinären Inselsamen die genetische Edelzucht, und was macht der adelige Oberkampfhahn? Der Chef? Der ausgesuchte Zuchteber unter all den kampfbegabten Rasseweibern? Er verkriecht sich in ein Loch unter dem Stall und überlässt das ihm allein zugestandene Begattungsgeschäft kampflos dem Nebenbuhler. Da kann man doch einfach nur angeekelt ausspucken. Kampfhahn? Am Dingens!

Dass dem frechen Casanova bäuerlicher Herkunft daraufhin der Hals umgedreht wird, und ihn Björn mit den Worten zum Nachbarn trägt: „Hier! Dein Hahn! Kannst du dir Suppe draus kochen!“ kann wohl weder als konstruktiver Beitrag zu gutnachbarlichen Beziehungen, noch als so eine Art moralischer Endsieg der angeblich überlegenen orlowschen Rasse gewertet werden. Was ist denn ein stolzer  Kampfhahn, ein Schwarzenegger unter den Hühnern sozusagen, ein gefiederter Rambo, Musketier oder Schwergewichtsweltmeisterschaftsherausforderer im Kampf Hahn gegen Hahn wert, wenn ihm bei jedem hergelaufenen Bauernbengel die Knie zittern und ihn im Ernstfall sein Herrchen verteidigen muss, weil er selbst feige den Schwanz einzieht? Ihm hätte der Björn den Hals umdrehen sollen  nicht dem kräftigen Bauernhahn von nebenan.


Nun soll ja - so wurde es dem Valle-Boten jedenfalls aus für gewöhnlich gut unterrichteter Quelle berichtet - Mikes Esel “Perico” in einer Nacht- und Nebelaktion den nichtsnutzigen Kampfhahn alle gemacht haben, weil der ihm beim Maisfressen im Stall offensichtlich im Wege stand.


Na Schön, Esel gegen Hahn ist ein ungleicher Kampf, und dass da selbst ein frischer, mutiger, blutdürstiger Kampfhahn kaum eine Chance hat, wenn ihm so ein ausgewachsener Esel unter die Gürtellinie tritt, ist klar. Aber dass der Björn dann wutschnaubend seinen toten, sowieso doch als Herausforderer im Ring vollkommen nutzlosen Kampfhahn dadurch rächen will, dass er dem Mike den Schädel einzuschlagen droht (obwohl der Hahnenmörder doch schließlich nicht Mike, sondern lediglich dessen Esel “Perico” war, der zu allem Überfluss auch noch zum Teil dem Björn gehört), das kann wohl nur eine schwer nachvollziehbare Art von Kampfhahnzüchterlogik sein.


Und wie einst der Manni (auch darüber berichtete ja der Valle-Bote seinerzeit mangels weltbewegenderer Gomera-Geschichten) dem Björn eine tote Ratte über die Haustür nagelte, so soll nun der Björn dem Mike das Auto mit den Federn seines gemeuchelten Kampfhahns beklebt haben. Wahrscheinlich eine Warnung, wie sie normalerweise aus Kreisen der Mafia bekannt ist. Nur sind es dort meist tote Hunde, Katzen oder Pferde, die man als Menetekel bevorstehender Blutrache verwendet.



Ihre Meinung dazu ?  

 



kennen Sie La Gomera ?
Ja
Nein
Bisheriges Ergebnis

<%Encuesta%>
< <  

abraxas

Valle Gran Rey - Der Valle Bote